Rosa Winkel - Die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus
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Nachrichten & Veranstaltungstipps


Gedenkfeier: „Unnatürliche Todesfälle“

Am Sonntag, dem 23. April 2017, wird in der Gedenkstätte Sachsenhausen eine Gedenkstunde aus Anlass des 75. Jahrestages der Mordaktion an den homosexuellen Häftlingen des Konzentrationslagers abgehalten.

Die Gedenkfeier wird vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. in Kooperation mit dem Historiker Alexander Zinn ausgerichtet. Sie beginnt um 14.15 Uhr am ehemaligen Block 14. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, an der Gedenktafel für die homosexuellen Häftlinge Kränze und Blumen niederzulegen.

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Rehabilitierung: Urteile nach § 175 werden aufgehoben

Berlin, 22.3.2017. Nach langen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung darauf geeinigt, auch die nach 1945 gefällten Urteile nach § 175 aufzuheben. Die betroffenen Männer, die nach dem in der NS-Zeit erheblich verschärften Paragrafen verurteilt wurden, sollen entschädigt werden. Vorgesehen sind eine pauschale Entschädigungszahlung von 3.000 Euro sowie weitere 1.500 Euro für jedes angefangene Haftjahr.

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Unterrichtseinheit „NS-Homosexuellenverfolgung“

Der Historiker Alexander Zinn führt auf Anfrage Unterrichtseinheiten zur nationalsozialistischen Homosexuellenverfolgung durch. Das Angebot richtet sich an Schulen, Jugend- oder Fortbildungszentren.

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Buchtipp: „Das Glück kam immer zu mir“

Rudolf Brazda war der vermutlich letzte bekannte Zeitzeuge, der wegen seiner Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert wurde. Seit April 2011 ist seine Biographie im Buchhandel erhältlich. Sie ist unter dem Titel „Das Glück kam immer zu mir. Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich“ im Campus-Verlag erschienen.

Alexander Zinn erzählt die Geschichte eines erfüllten Lebens, das trotz aller Widrigkeiten von Liebe und Lebensfreude geprägt ist. Zugleich schildert er die unbarmherzige Verfolgung homosexueller Männer während des Nationalsozialismus – eine Geschichte, die 1945 noch nicht zu Ende war.

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Filmtipp: „Klänge des Verschweigens“

Der 1897 geborene Willi Heckmann ist ein beliebter Musiker, der als Alleinunterhalter durch Deutschland tourt und in Gaststätten auftritt. Im Juli 1937 wird er plötzlich von der Gestapo verhaftet. Der Vorwurf lautet Homosexualität. Heckmann wird in "Schutzhaft" genommen und in die Konzentrationslager Dachau und Mauthausen deportiert, wo er bis zur Befreiung 1945 in Haft bleibt.

Erst wenige Jahre vor Heckmanns Tod erfährt sein Neffe Klaus Stanjek durch Zufall von der KZ-Haft des Onkels. Er arbeitet mehr als zwei Jahrzehnte an einem Dokumentarfilm über Heckmann. 2012 feiert der Film "Klänge des Verschweigens" schließlich Premiere, inzwischen ist er auch auf DVD erhältlich.

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© Alexander Zinn 2017